Der Petitionsausschuss des hessischen Landtags hat eine Petition des Friedrichsdorfer Jugendforums abgelehnt. Das Jugendforum der Stadt Friedrichsdorf, ein Forum friedrichsdorfer Schülern sowie der Stadtjugendpflege zur politischen Beteiligung Jugendlicher in Friedrichsdorf, hatte am 10.02.2010 beschlossen, eine Petition zum Thema "Schülertickets in Hessen" beim hessischen Landtag einzureichen.
Inhaltlicher Grund waren die, nach Meinung der Schülerinnen und Schüler, zu hohen Fahrpreise des RMV. Daher forderte das Jugendforum den hesssischen Landtag mittels Petition auf, ein Konzept für ein "Schülerticket" nach Vorbild des Landes Nordrhein- Westfalen zu erarbeiten. Nach den Vorschlägen der Friedrichsdorfer Jugendlichen würde der Preis eines solchen Tickets zwischen 11,30 und 22,60 € liegen. Das Ticket hätte Gültigkeit im gesamten RMV Gebiet.
Nach Meinung der Schülerinnen und Schüler würde ein solches Ticket dem Mobilitätsverhalten der Jugendlichen in der heutigen Zeit Rechnung tragen, denn nicht nur das Freizeitverhalten sei nícht mehr nur lokal orientiert, auch schulische und berufliche Abforderungen verlangten zunehmend eine erhöhte Mobilität. Um das Mobilitätsverhalten von Jugendlichen nachhaltig zu verändern, sie nicht sofort zur Nutzung eines Autos zu zwingen, sei ein solches Ticket hilfreich.
Aber auch für die Schulen, die heute um Schüler konkurrierten, würde ein solches Ticket unterstützend bei deren Profilbildung und Auswahlmöglichkeiten wirken.
Das Ansinnen wurde mit Hinweis auf die knappen Kassen bei den Kommunen als Träger der Schülerbeförderung abgelehnt. Für die Formulierung eines vom Land getragenen Konzepts wurde entsprechend auf die angespannte finanzielle Situation des Landes Hessen hingewiesen.
Ein Rest Hoffnung bleibt den Jugendlichen. So wird geprüft, ob Rechtsvorschriften veränderbar sind, die das, nach Meinung des hessischen Landtags, wünschenswert zu erfüllende Anliegen auf freiwilliger Basis durch die lokalen Kostenträger (hier: die Landkreise) verhindern. Würden entsprechende Vorschriften geändert, so wäre eine erneute Diskussionsrunde auf lokaler Ebene mit der Entscheidungskompetenz auf Kreisebene.